Zoofotografie: Zoo Arche Noah Grömitz 03.02.2026

Zum ersten Mal vor Ort galt es für mich an diesem sonnigen Morgen erstmal das Gelände zu erkunden. Schöne große Gehege boten den Tieren viel Bewegungsmöglichkeit. Viele begehbare Gehege ermöglichten einen unmittelbaren Kontakt mit den Tieren.  Spontan verliebt habe ich mich in die sehr große und ganz neue Anlage der sieben Seehunde, die im Helgolandstil gestaltet ist. Viele Liegestühle und Strandkörbe laden zum verweilen ein und ich habe allein zwei Stunden in der Morgensonne an diesem Becken gesessen und den Tieren beim Spielen zugeschaut.

Viel Freude hatte ich auch bei den Präriehunden. Diese aufmerksamen und lustigen Tiere können aus der Nähe betrachtet werden und zeigten wenig Scheu.

Die Löwen zeigten sich träge und schliefen leider den ganzen Tag mehr oder weniger vor sich hin. Große Raubkatzen sind faszinierende Fotomotive und ich hoffe, die Zukunft wird mir noch viele Möglichkeiten bieten, sie zu fotografieren. An diesem Tag war das eher schwierig und die Ergebnisse sind nur ein Einstieg, da auch der Herr des Hauses an diesem Tag leider so gar nicht fotogen war. Schön auf jeden Fall, dass dieser Zoo auch Großkatzen zeigt!

Orientieren musste ich mich auch erstmal bei den Schimpansen. Das große Außengehege ist nicht leicht zu überblicken und es gibt sicher bessere Fotopositionen, als ich sie zum Einstieg gefunden habe. Auch dem in 2025 geborenen Jungtier hätte ich deutlich mehr Geduld widmen müssen, um wirklich schöne Bilder zu bekommen. Auf der “Kennenlerntour” dieses Tages war das leider nicht möglich. Ein paar Bilder gelangen mir dennoch und das schöne Tiergesicht einer Schimpansin habe ich dann ja auch als Titelbild dieses Beitrages ausgewählt.

Richtig gut hat mir auch das Lemuren-Haus gefallen, in dem einem die freundlichen Tieren regelrecht entgegenspringen. Die leuchtend orangen Augen sind beeindruckend und auch hier werde ich sicher nochmal mehr Zeit verbringen.

An vielen Tieren bin ich an diesem Tag nur vorbeigeschlendert. Die große Anlage der Strauße war wegen der Vogelgrippe leider nicht begehbar. Alpakas und Haustierrevier habe ich dieses Mal ausgespart. Kamele und Yaks nur gestreift. Einige Tiere waren auch nicht präsent und versteckten sich und so bleibt für die weiteren Besuche noch viel zu entdecken und noch mehr zu intensivieren und auszuprobieren. So steht – so das Wetter mitspielt – für die kommende Woche auch gleich der nächste Besuch im Zoo Arche Noah in Grömitz auf dem Programm.

Hier noch eine Auswahl unterschiedlicher Tiere, die an diesem Morgen bereit waren, mit dem Fotografen zu kooperieren.

Nach sechs Stunden vor Ort, die im Flug vergangen sind, machte ich mich auf den Heimweg. So freue ich mich auf den nächsten Besuch und alles, was er bieten wird. Meinem Lieblingsplatz im Liegestuhl am Seehundegehege werde ich auf jeden Fall wieder ausgiebig genießen.

Wart Ihr schon mal im Zoo Arche Noah in Grömitz?

Wie hat es Euch gefallen?

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Zoofotografie: “Vorwort”

Zoofotografie beginne ich in diesem Jahr als Erweiterung meiner bisherigen Aktivitäten, die sich bislang ja auf den heimischen Garten und die umliegenden Wälder konzentriert haben.

Im Zoo gelten natürlich ganz andere Bedingungen und für mich geht es nun erstmal darum zu lernen, mit den Besonderheiten im Zoo zu Recht zu kommen. Gehege, Besucher, Lichtverhältnisse, Hintergründe – alles soll ja im Bild nicht als störend empfunden werden. Wenn man als Bildbetrachter nicht ausmachen kann, ob das Bild im Zoo oder im natürlichen Lebensumfeld des Tieres aufgenommen wurde, dann ist für mich das Ziel erreicht. Außerdem hoffe ich, möglichst viele schöne Tiergesichter einfangen zu können. Tiergesichter sind meine Lieblingsmotive – sie verbinden für mich die Individualität des einzelnen Tieres mit der Schönheit der Natur in ihrer vielfältigen Erscheinung.

Einer lieben Bekannten, mit der ich viele Jahre auch beruflich zusammengearbeitet habe, verdanke ich eine Jahreskarte für den Zoo Arche Noah in Grömitz. Diesen wunderbaren privaten Zoo habe ich für das Jahr 2026 also zu meinem Übungsobjekt erkoren und am 03.03.2026 war ich zum ersten Mal vor Ort. Der ca. 10 Hektar große Privatzoo bietet rund 50 Tierarten mit ca. 350 Tieren, kurze Wege und eine wunderbare Lage an der Ostsee. Der Blick auf die Internetseite zeigte mir gleich, dass einige meiner Lieblingstiere dort zu Hause sind, z.B. Seehunde.

Also auf geht’s in ein neues Feld der Tierfotografie!
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Sonnenaufgang

Der Winter bietet im Revier so viele unterschiedliche Begegnungen: manche sind ganz nah, manche dauern lange, viele sind nur flüchtig.
Bei dieser Begegnung hatte ich Mühe, die Tiere überhaupt zu sehen, denn Mutter und Kitz waren sehr gut getarnt und auch mein Teleobjektiv musste ich voll ausreizen.
Dafür bietet das Morgenrot der gerade am Horizont aufgegangenen Sonne eine perfekte farbliche Unterlegung im Hintergrund. In der Realität war es noch intensiver und so war auch diese Begegnung einzigartig.

Familienzusammenführung

Zu den schönsten Erlebnissen im Revier gehört im Herbst und winter die Beobachtung der sich bildenden Sprünge. Gruppen von Tieren finden sich geschlechtsübergreifend zusammen und ziehen gemeinsam umher, um Futter zu suchen. Ein großer Kontrast zu Frühling und Sommer, denn in diesen Zeiten sind Rehe ja in der Regel Einzelgänger.

Es ist typisch, dass in den Sprüngen oftmals die Jungtiere der Vorjahre wieder der Mutter mit ihren aktuellen Jungtieren anschließen. Es kommt also quasi zur Familienzusammenführung.

In meinem Revier kann man das besonders schön an der Ricke, die in diesem Jahr die zwei stattlichen Bockkitze führt, beobachten. Schon im Herbst habe die Ricke mit ihren Jungs beobachtet, wie sich auf der Wiese zwei weiteren Böckchen zu ihr gesellten. Sie nahm intensiv Kontakt auf und die Tiere beschnupperten sich. Das andere Böckchen spielte regelrecht mit einem ihrer aktuellen Kitze. Lange Zeit verweilten sie alle gemeinsam auf der Wiese und zogen schließlich alle zusammen davon. Die beiden Jährlinge weisen eine auffallend ähnlich graue Gesichtsmaske auf, was vermuten lässt, dass es sich um Brüder handelt. Auch die Tatsache, dass ein Tier kräftiger und ein Tier etwas schwächer ist, spricht für Zwillinge des Jahres 2024. Auch im Jahr 2025 war eines der Bockkitze etwas kräftiger als sein Bruder.

Inzwischen bin ich sicher, dass es sich hier um eine Ricke mit ihren vier Söhnen handelt, denn die Tiere ziehen seit Wochen gemeinsam durch das Revier.

Am Morgen des 16.01.2026 hatte ich mal wieder Gelegenheit zu einer längeren Fotosession, bei der diese Bilder entstanden.

Auf dem ersten Bild sieht man die Ricke in der Mitte. Rechts ihre Söhne aus 2024, bei denen man bereits unter Bast das neu entstehende Gehörn sehen kann. Deutlich erkennbar auch, dass der junge Mann, der hinter der Ricke steht, deutlich „mehr“ auf dem Kopf tragen wird, als sein Bruder ganz rechts. So war es auch bereits im Sommer 2025. Das kleine Böckchen ganz rechts ist mir besonders an Herz gewachsen, denn ihn treffe ich fast jedes Mal. Meist steht er gleich am Waldrand auf dem Weg, als würde er auf mich warten. Wir haben ihm daher den Spitznamen der Türsteher gegeben.

Auf dem zweiten Bild mit allen fünf Tieren ist die Ricke vorn, dann die Jahrgänge 25,24,24 und 25. Die übrigen Bilder sprechen für sich.

Es ist wunderbar zu sehen, wie diese Familie in der futterarmen Winterzeit zusammenhält und die Tiere immer beieinander sind. Sie zu treffen und zu beobachten, ist immer wieder ein großartiges Erlebnis.

Wie wird es weitergehen im Jahr 2026? Werden die dann zweijährigen Böcke vor Ort bleiben oder vom Revierbock vertrieben werden? Was wird aus den beiden Bockkitzen 2025? Welche Jungtiere wird die Ricke 2026 haben?

Die Geschichten der Natur haben immer ein faszinierendes Drehbuch – freuen wir uns darauf!

Tiergesichter: Soayschafe

Tiergesichter sollen künftig einen Schwerpunkt meiner Tätigkeit als Tierfotograf werden, denn jedes Tier hat sein ganz individuelles Gesicht. Die Gesichter vereinen Einzigartigkeit und Schönheit der Natur.
Die heutige Fotoserie der Soayschafe der Kleinen Arche in Wahlstedt ergab sich am Rande meines Fototermins für das Alpakafohlen, das ich am 03.01. fotografiert habe.
Die Tiere hofften im Schnee offenbar, bei mir etwas Fressbares abstauben zu können und so reihten sie sich freiwillig für ihre “Passfotos” auf.
Die Schönheit der Natur ist überall, wir haben oft nur verlernt sie zu sehen.
Die Kleine Arche in Wahlstedt ist gerade mit Kindern immer einen Besuch wert und vielleicht habt ihr ja am Wochenende Zeit dafür. Der Eintritt ist frei, also vergesst die Spendenbox nicht.

Winterbegegnung -2-

Aktuell hat uns der Winter fest im Griff. Eis und Schnee dominieren im Revier und die Tiere haben Schwierigkeiten, Futter zu finden.

Auf meiner Runde gestern Abend, begrüßten mich die ersten Tiere gleich am Waldeingang. Wie immer blieb ich stehen und wir sahen uns eine Weile an, dann zogen sie weiter.

Auch auf der ersten großen Wiese waren Rehe auf Futtersuche. Die Tiere sind scheuer in diesen Tagen und so bleiben die Begegnungen flüchtiger als noch im Sommer oder Herbst.

An den Wasserläufen, welche die wiesen durziehen waren auch Kormorane und Graureiher eifrig auf Futtersuche. Leider gelang mir kein schönes Bild eines Komorans. Hunger scheinen sie aktuelle jedenfalls alle zu haben.

Mit fortschreitender Zeit begann es zu schneien und ich machte mich auf den Heimweg, als mit am Waldesrand noch eine Rocke mit Ihren zwei Kitzen begegnete. So schön die Tiere mit den Schneeflocken auch anzusehen sind, es macht mich traurig, dass sie offensichtlich aktuell Hunger leiden müssen.

Die Wetteraussichten verheißen mehr Schnee und anhaltende Kälte, das macht es den Tieren sicher nicht einfacher. Natur, da herrscht halt nicht immer nur Sonnenschein. Warten wir ab, wie es weitergeht und hoffen für die Tiere das Beste.

Winterbegegnung

Die Winterbegegnungen mit den Rehen haben einen ganz eigenen Charakter.

Vor ein paar Tagen traf ich dieses inzwischen halbwüchsige Bockkitz auf dem laubbedeckten Waldweg. In einiger Entfernung standen wir uns gegenüber und er schaute mich an. Es war als wollte er sagen: “Hallo, da bist Du ja wieder.” Er machte keine Anstalten vor mir davonzulaufen.

Ich kann nicht sicher sagen, um welches Tier es sich handelt, aber ich bin ziemlich sicher, dass wir und schön häufiger begegnet waren.

Nach ein paar Minuten ging er friedlich seines Weges, drehte sich nochmals zu mir um und ich hob langsam zum Abschied meine Hand, wie das häufig tue, um mich bei den Tieren für ihr Vertrauen zu mir zu bedanken. Dann gingen wir in unterschiedliche Richtungen davon.

Solche Begegnungen haben nichts spektakuläres und sind dennoch wunderbar und für mich sehr erfüllend. Ich genieße diese Momente, die ohne all die Alltagshektik sind. Einfach eintauchen in die Natur, ihre Schönheit genießen und die Verbindung zu den Tieren spüren.

Seit gestern arbeite ich nun nicht mehr – mehr von solchen Momenten steht ganz oben auf meinem Wunschzettel und auch meiner to-do-Liste für 2026! Viel mehr brauche ich nicht mehr.

In diesem Sinne, Euch allen ein friedliches und zufriedenes 2026!

Weihnachtsgeschichte

Weihnachten ist die Zeit der Geschenke, aber auch der Geschichten. Für mich also der ideale Tag Euch (wenn ihr sie denn lesen wollt) die Geschichte meines schönsten Geschenks der Natur in 2025 zu erzählen.

Es war mein erstes Jahr, in dem ich regelmäßig als Naturfotograf im Wald unterwegs war. Fotografiert habe ich schon viel, aber die regelmäßige, oft tägliche, Zeit im Wald war neu.

8 Rehkitze durfte ich diesem Jahr in „meinem“ Revier begleiten. Zwei Ricken mit Einzelkitzen (1,1) und zwei Ricken mit Zwillingen. Eine führte zwei starke Bockkitze und eine zwei junge Damen, die ebenfalls sehr gut aussahen.

Und dann waren da noch zwei Kitze, die mir mehrfach begegneten, aber immer ohne Mutter unterwegs waren. Etwa zwei Wochen traf ich das kleine Böckchen mit seiner Schwester regelmäßig. Sie sahen sehr mager aus, man konnte jede Rippe sehen, fast „klapprig“ wirkten sie auf mich. Sie standen und liefen stets eng zusammen und wirkten dennoch irgendwie einsam und verlassen. Ich kam für mich zu dem Schluss, dass der Mutter etwas passiert sein musste und die beiden offensichtlich Waisenkinder und auf sich allein gestellt waren.

Die Natur bringt natürlich Härten mit sich, niemals ist alles nur Freude und auch der Verlust der Mutter, so schmerzlich er auch sein mag, gehört dazu. Dennoch ertappte ich mich dabei, dass mich die Situation der beiden Tiere traurig machte und ich gezielt nach ihnen suchte, um wenigstens zu sehen, ob es ihnen gut geht.

So eine Suche brachte am 30.10.2025 eine überraschende Wende. In einiger Entfernung sah im Wald eine Ricke mit zwei Kitzen und schaute neugierig durch mein Teleobjektiv. Zwei Böckchen oder zwei Geißkitze, das war eigentlich die Frage. Doch zu meiner Überraschung führte die Ricke ein Böckchen und ein Geißkitz! Die vermeintlichen Waisen hatten ihre Mama wiedergefunden! Ich freute mich sehr, wo auch immer die Ricke gewesen sein mochte und was auch immer zu der Trennung von ihren Kindern geführt haben mochte. An diesem Abend gingen sie zügig weiter in den Wald hinein und ich konnte nicht viele Bilder machen.

Am nächsten Morgen war ist zu Sonnenaufgang wieder da und freute mich sehr, die Ricke mit ihren beiden Kitzen auch zügig an einem der noch recht reichhaltigen Futterplätze im Revier wiederzufinden. Die Ricke blieb dieses Mal stehen und zeigte keinen Fluchtreflex. Minutenlang konnte ich sie beobachten und fotografieren. Liebevoll leckte sie ihre Kitze und stupste sie mit der Nase an, sogar trinken durften sie noch, obwohl das für Ende Oktober eher ungewöhnlich ist.

Dass ich diese wunderbare Wiedervereinigung so eng begleiten durfte, waren für mich sehr emotionale Momente. In den folgen Wochen traf ich die drei immer wieder stets eng beieinander, so als wollten die auf jeden Fall verhindern, dass sie nochmals getrennt werden. Wenige Tage vor diesem Weihnachtsfest traf ich sie früh morgens zum bislang letzten Mal und kann bestätigen, dass es allen drei Tieren gut geht.

Das ist mein schönstes Geschenk, welches mir die Natur in 2025 gemacht hat und mehr brauche ich auch nicht.

Ich wünsche Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest 2025!

Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Ab 2026 arbeite ich nicht mehr, sondern werde meine Zeit ganz der Schönheit der Natur widmen und versuchen, sie auch anderen Menschen näher zu bringen und Geschichten wie diese in Bilden und Worten zu erzählen.
Wer Lust hat, an diesen Geschichten und meinen Bildern teilzuhaben, der abonniert am besten diesen neuen Naturfoto-Blog, der sich noch nicht im finalen Design befindet, was aber zeitnah geschehen wird. Danke dafür!

Ausblick

In diesem Blog können Sie ab 2026 meine Aktivitäten als Tier- und Zoofotograf in Bildern und Geschichten begleiten. Meine Bilder können Sie bereits jetzt auf meiner Instagram und Facebookseite anschauen. Ich freue mich, wenn Sie Interesse an meinen neuen Aktivitäten haben und meinen neuen Blog abonnieren.

Auf meiner Bücherseite finden Sie auch vier Bildbände über Eichhörnchen, die ich bereits in den Vorjahren veröffentlicht habe.